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Was ist der Unterschied zwischen CSRD und ESRS?
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine EU-Richtlinie, die Unternehmen verpflichtet, standardisierte Berichte zu Nachhaltigkeitsaspekten wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zu erstellen, während die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) konkrete Standards und Leitlinien bereitstellen, die festlegen, wie diese Berichte nach den Anforderungen der CSRD erstellt und strukturiert werden sollen.
Die CSRD legt also den Rahmen und die Berichtspflicht fest, und die ESRS liefert die methodischen Standards, um die Berichte konsistent und vergleichbar zu gestalten.
Welche Unternehmen müssen laut CSRD berichten? Und ab wann?
Zeitplan für die CSRD-Umsetzung
Muss ich etwas tun, wenn ich nicht von der CSRD betroffen bin?
Durch den „Trickle-Down“-Effekt kann es durchaus sein, dass größere Unternehmen Daten und Angaben zur Nachhaltigkeit der Lieferanten benötigen. Das heißt, dass indirekt auch kleinere Unternehmen, die Zulieferer von großen – von der CSRD betroffenen – Unternehmen sind, Daten sammeln und nachhaltiger wirtschaften müssen. Die EFRAG stellt mit dem VSME-Standard eine Vorlage für die freiwillige Berichterstattung für KMUs zur Verfügung.
Wie lauten die ESRS-Standards?
Die bereichsübergreifenden Standards legen Anforderungen und Angaben fest, die für alle berichtpflichtigen Unternehmen verbindlich sind. Die themenbezogenen Standards definieren Anforderungen und Angaben für jene Themen, die für das Unternehmen wesentlich und relevant sind. Welche Themen für das Unternehmen wichtig sind, erfährt man mit der sog. doppelten Wesentlichkeitsanalyse.

Was ist die doppelte Wesentlichkeit?
Bei der Berichterstattung laut CSRD gilt das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit (double materiality). Demnach müssen Unternehmen aus zwei verschiedenen Sichtweisen berichten:
Was ist eine Wesentlichkeitsanalyse?
Mit einer Wesentlichkeitsanalyse erörtern Unternehmen, welche Nachhaltigkeitsthemen für sie relevant sind. Dazu sammelt man Informationen durch die Miteinbeziehung von Stakeholdern (Kunden, Mitarbeiter, Investoren) und analysiert Geschäftsaktivitäten, um diese nach Relevanz in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu bewerten.
Wie führe ich eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch?
Folgende vier Schritte sind für eine korrekte Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse wichtig:
CSRD und ESRS